Daten & Anmeldung

Datum vormerken:
2.-7.9.2012

Anmeldung & Kontakt:
Ben Shen Schule
Seestrasse 45, 8002 Zürich
Rolf Hürlimann
www.akupunktur-huerlimann.ch
rolf.huerlimann [ @ ] fibermail.ch

Die Versöhnung von Wissenschaft und Spiritualität

Herbstkongress 2012 für klassische
Chinesische Medizin

Herbst-Akademie für klassische Chinesische Medizin im Geiste der
Eranos-Tagungen zur Versöhnung von Wissenschaft und Spiritualität auf dem Monte Verita, Ascona


 Informationen:

 Download der Kongress-Broschüre (PDF)

 Themen und Dozenten (PDF)


 Tagungsort:

Der Monte Verita in Ascona (Tessin) ist seit mehr als hundert Jahren Ausgangsort innovativer Entwicklungen für Kunst, Politik und Wissenschaft. (Literatur: Szeemann Harald, Monte Verita, Berg der Wahrheit). Das in den Zwanzigerjahren erbaute Bauhaushotel, in dem auch die Eranoskonferenzen abgehalten wurden, liefert den passenden Rahmen für diesen Kongress. (mehr Infos unter www.monteverita.org)

Kosten:
Kongresskosten: Fr. 550.00
Unterkunft: Fr. 800.00 – 1'000.00
(Sonntag – Freitag, inklusive Vollpension und Pausengetränke)

Programm / Dozenten:
Die Bedeutung von Konzepten der Quanten-Physik für die Psychologie und ihre Auswirkungen auf das Menschen- und Weltbild
Prof. Dr. rer. nat. Günter Ewald

Paracelsus und die 5 Wandlungsphasen
Dr. Jochen Gleditsch

Der Zusammenhang zwischen Geld, individueller und kollektiver Gesundheit und den Grundzügen einer Postwachstumsökonomie
Dr. Margrit Kennedy

Die daoistische Körpervorstellung als politisches Modell
Josef V. Müller

Yijing - Weltformel der Lebensbewegungen
René van Osten

Wissenschaften im postmodernen Zeitalter im Dialgo mit Chinesischer Medizin
Helmut Magel / Josef V. Müller

 

Themenbereiche:

Gesundheit ist keine rein persönliche Angelegenheit, sondern eingebettet in grössere Zusammenhänge, die von Wissenschaft, Wirtschaft und kollektiven Wertvorstellungen geprägt sind. In diesem Kräftefeld soll die Praxis der chinesischen Medizin im Westen und ihre mögliche Wirkung auf diese Felder betrachtet werden.
Eine tiefgreifende Veränderung zum Besseren ausgelöst durch ökologische, ökonomische und politische Krisen zeichnet sich bereits ab.

- Bessere medizinische Modelle von Pathologie als Wandlungspotential
- Bessere Parameter von individueller Gesundheit statt statistischer ..Durchschnittswerte
- Ein besseres wissenschaftliches Weltbild, das Geist, Psyche und Materie ..aufeinander beziehen kann
- Bessere ökonomische Modelle, die das Wohlergehen des Organismus Erde ..berücksichtigen
- Bessere Konzepte von gemeinschaftlicher Organisation, die sich an der ..selbstregulierenden Intelligenz des Körpers orientieren

In all diese Bereiche spielen die Ansichten der klassischen chinesischen Medizin hinein, mit der Betonung des Herzens, dessen Kultivierung solch umfassende Veränderungen erlaubt – nicht als esoterische Utopie, sondern als evolutionäre Notwendigkeit.

René van Osten: Der Universalcode des I Ging und seine Übereinstimmung mit dem genetischen Code

Helmut Magel / Josef Müller: Wissenschaften im postmodernen Zeitalter im Dialog mit der Chinesischen Medizin

Dr. Jochen Gleditsch: Persönliche Erfahrungen mit dem I Ging Paracelsus und die 5 Wandlungsphasen Ost-West Dialog

Prof. Margrit Kennedy: Zusammenhänge zwischen Geld, individueller und kollektiver Gesundheit - Grundzüge einer Postwachstumsökonomie

Josef V. Müller: Die daoistische Vorstellung der unparteilichen Regulation des Körpers als Vorbild für eine neue gesellschaftliche Ethik und Alternative zur "Politik"

Prof. Dr. Günter Ewald: Die Bedeutung von Konzepten der modernen Physik für die Psychologie und die Auswirkungen auf das Menschen- und Weltbild

 

Ausstieg aus der Matrix

Ähnlich wie im gleichnamigen Kultfilm sehen sich gegenwärtig viele Menschen in einem Netz von trivialen Halbinformationen, unzusammenhängenden wissenschaftlichen Details und scheinbaren ökonomischen Notwendigkeiten ohne eine verbindliche Ethik gefangen, das sie ziellos im globalen Einkaufszentrum umherirren lässt. Die auf ständiges Wirtschaftswachstum ausgerichteten Gesellschaften verfolgen die auf Selbstzerstörung hinauslaufende Wachstumsdynamik eines Krebsgeschwürs. Statt in diese abwärts gerichtete Spirale der Degeneration überzugehen, besteht am Höhepunkt einer Krise die Chance zur Selbsttranszendenz. Hierbei wird die kollektive wie die individuelle Krise als Chance genutzt, um in eine aufwärts gerichtete Spirale von Evolution zu wechseln. Ein derartiger Wechsel erfolgt durch die verstärkte Ausrichtung nach innen, wodurch sich der Fokus auf Ethik statt auf Technik richtet, denn letztere wird ohne Ethik einfach nur zerstörerisch. Statt äusseres muss nun vermehrt inneres Wachstum erfolgen.

Die klassischen Vorstellungen der chinesischen Medizin zeichnen diesen Prozess durch die Abfolge der 12 Meridiane vor, die auf die 12 Doppelstunden des Tages projiziert werden. Dabei befindet sich das Herz an siebter Stelle, es repräsentiert den Höhepunkt des Tages zur Mittagszeit, an dem die Expansion nicht weitergehen kann. Somit steht es auch für die Fähigkeit am Höhepunkt der Krise wieder herunter zu kommen aus einer rein intellektuellen Orientierung und der Intelligenz des Herzens zu gestatten eine Lösung herbeizuführen. Die Zahl 7 als „Zahl des zu weit Gehens“ symbolisiert dabei die 7 Sinnesöffnungen, durch die die Menschen zu stark nach aussen orientiert sind. Wenn aber eine Umkehr vollzogen wird und man statt auf die lauten „10’000“ Stimmen der äusseren Welt auf die leise Stimme der Einheit im eigenen Herzen hört, so finden Menschen wieder ihren inneren Kompass. Aus dieser inneren Erfahrung heraus wird auch Einheit im Aussen möglich. Diese Einheit ist im Konzept des Herzens als Kaiserin angedeutet, es geschieht nicht durch autoritäre Gleichschaltung, sondern durch selbstorganisierende Gleichwertigkeit / Unparteilichkeit zugunsten der Harmonie eines grösseren Ganzen. Vorbild für eine derartige politische Organisationsform ist die daoistische Vorstellung des Körpers als Landschaft / als Reich.

Die Umsetzbarkeit solcher Vorstellungen soll durch Erkenntnisse der Quantenphysik und die Darstellung dezentraler ökonomischer Modelle ebenso untermauert werden wie durch die Vorstellung des I Ging und der Klassischen Chinesischen Medizin. Dieser Ost-West-Dialog erweckt C.G. Jungs Idee der „Einen Welt“ wieder zum Leben, die er einst mit Nobelpreisträger W. Pauli in einem Dialog von Natur- mit Geisteswissenschaften auf dem Monte Verita (www.monteverita.org) zu entwickeln suchte.